Was wir leisten

Wir unterstützen Rollstuhlfahrer im Alter von 18 bis zirka 30 Jahren dabei, ihr weiteres Leben nach der Schule bestmöglich zu gestalten

Beim Thema „Inklusion“ fokussiert sich das öffentliche Interesse meist sehr einseitig auf Kinder und Jugendliche. Für junge Erwachsene, die trotz Behinderung ihr Leben möglichst selbstbestimmt und aktiv gestalten möchten, fehlen – neben der öffentlichen Wahrnehmung – vielfach noch zielgerichtete Wohn-, Förder- und Unterstützungsangebote in ausreichender Form.

Genau hier setzt „FortSchritt IntegrativLeben“ an: Im Fokus stehen junge erwachsene Rollstuhlfahrer, die sich – nach Abschluss der Schule – in der Phase der Berufsorientierung befinden. Damit die Abnabelung vom Elternhaus erfolgreich gelingt und sie von größtmöglicher Selbstständigkeit und einer erfolgreichen Inklusion im direkten Lebensumfeld profitieren, ist „FortSchritt IntegrativLeben“ als Begleiter, Förderer, Ratgeber, Mutmacher, Schrittmacher und Vernetzer in unterschiedlichen Rollen gefragt. Mit unserem Beweger-Ansatz engagieren wir uns in den folgenden Tätigkeitsbereichen:

Miteinander Wohnen
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Damit Rollstuhlfahrer beim Erwachsenwerden ganz lebenspraktisch von mehr Inklusion und Selbstständigkeit profitieren können, sind barrierefreie Wohnmöglichkeiten und integrative Lebensformen elementar. „FortSchritt IntegrativLeben“ geht das Thema Wohnen deswegen mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. So wird – ergänzend zum Bau von Deutschlands erster Inklusions-WG mit Petö- Förderansatz – aktuell beispielsweise auch eine nicht kommerzielle Börse für barrierefreie Wohnangebote in der Metropolregion Rhein-Neckar aufgebaut …

Sicherung des eigenen Lebensunterhalts

Selbstständigkeit ist kein Status, sondern ein Prozess, der von möglichst vielen Erfahrungen geprägt wird. Auf dem Weg, das Leben aktiv zu gestalten und den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, geben wir deswegen bedarfsgerecht Hilfe zur Selbsthilfe. Wo immer nötig, unterstützen wir junge Rollifahrer bei der beruflichen Orientierung und Berufsqualifikation. Hierzu zählt die Vermittlung von berufsbegleitenden Praktika ebenso wie ein möglichst barrierefreier Start in den ersten Arbeitsmarkt. Dass Inklusion dabei keine Einbahnstraße ist, zeigen unsere sozialen Partner auf Unternehmensseite exemplarisch!

Petö-Förderung für junge Erwachsene

„FortSchritt IntegrativLeben“ setzt auf eine altersgerechte Petö-Förderung, die jungen Rollifahrern – meist sehr anlassbezogen – hilft, das eigene Leben besser zu meistern! Diese Förderung zu mehr Fortschritt umfasst primär bewegungs-, verhaltenstherapeutische und sozialpädagogische Leistungen. Da neue berufliche Aufgaben oftmals viel Flexibilität und Einsatz erfordern, hilft die vereinseigene Konduktorin bei der Hilfe zur Selbsthilfe: Bewegungseinschränkungen werden dabei nicht als Beschränkung verstanden, sondern es werden gemeinsam Wege gesucht und Lösungen trainiert. Da diese Petö-Förderung sehr praxisbezogen auf junge Erwachsene und ihre spezifischen Bedürfnisse angelegt ist, können Rollifahrer im Idealfall die hauswirtschaftliche und pflegerische Unterstützung durch „fortschrittliches“ Training auf ein Mindestmaß minimieren.

Berufsorientierung und Berufsqualifikation

Je nach Schulabschluss, Interessenschwerpunkt und Grad der individuellen Behinderung unterstützt „FortSchritt IntegrativLeben“ junge Rollstuhlfahrer bei der Berufsorientierung und auch bei der konkreten beruflichen Qualifikation. Das Angebot reicht von der Vermittlung von Praktikumsplätzen bis hin zur Vermittlung von Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt …